Safe Space: Wie dein Umfeld dir das Gefühl der Sicherheit gibt
Für hochsensible Menschen funktionieren die eigenen Antennen oft wie ein ständiges Frühwarnsystem. Wenn Geräusche, Raumgestaltung oder auch die ungesagten Zwischentöne in Begegnungen zum Dauerrauschpegel werden, kommt das Nervensystem nie zur Ruhe.
Wahre Entspannung beginnt dort, wo wir uns erlauben, die Hab-acht-Stellung gegen einen bewussten „Safe Space" einzutauschen – dort, wo unser Körper merkt: Hier bin ich sicher. Hier kann ich entspannen.
Drei Wege, die dir helfen können, mehr zu entspannen:
Rückendeckung finden: Ein zentraler Punkt für das Sicherheitsgefühl ist die Platzierung im Raum. Ob am Esstisch oder im Büro – mit einer festen Wand im Rücken und dem Blick zur Tür weiß dein System: „Hier kann ich nicht überrascht werden." Das beendet das unbewusste Scannen der Umgebung .
Sichtachsen wählen: Das Gefühl, sich sicher zu fühlen, ist individuell. Suche dir Plätze am Rand oder nahe dem Ausgang, wenn du das brauchst. Das Wissen, jederzeit Raum zur Seite zu haben, senkt den inneren Stresspegel oft unmittelbar. Ebenso beruhigt manchen der Schutz eines Vorhangs vor dem Fenster, der das Außen abschirmt – manchmal ist es aber auch genau umgekehrt und Weite tut gut.
Energie spüren lernen: Nimm dir immer wieder bewusst Zeit, einen Raum auf dich wirken zu lassen. Halte inne und spüre: Wo fließt die Energie leicht, wo scheint sie zu stocken? Betrachte dabei auch die Möbel – zeigen spitze Kanten oder Ecken auf deinen Sitz- oder Schlafplatz? Solche Details können die Raumenergie in eine unruhige Richtung lenken, auch wenn wir sie zunächst nicht bewusst wahrnehmen.
Sich sicher zu fühlen beginnt oft damit, sich einen sicheren Raum zu gestalten.